Hochseeschifffahrt

Die Hochseeschifffahrt der VOEST ist
in der Geschichte des Werkes ein eigenes Kapitel. Die VOEST-Flotte verfügte über folgende Schiffe:
Linzertor, Wienertor, Kremsertor, Buntentor.

Beginn der Hochseeschifffahrt
Es begann mit dem im Werk entwickelten LD-Verfahren, das in wenigen Jahren weltweit die Stahlkocher aufhorchen ließ. In den Jahren 1950 bis 1970 unterlagen die Frachtkosten für Kohle und Erztransporte einer hektischen Fieberkurve, sie schwankten von 22 bis zu 120 englischen Shilling pro Tonne. Um die Transportkosten einigermaßen in den Griff zu bekommen, hat sich Generaldirektot D.I. Walter Hitzinger entschlossen, eigene Schiffe bauen zu lassen.

Die "Linzertor wurde am 15. Dezember 1958 in einem feierlichen Akt getauft
LD-Stahl für Schiffe
Da in diesen Jahren großer Bedarf an Schiffsblechen gegeben war und die VOEST für den LD-Stahl eine Marktnische entdeckte, bemühten sich die Techniker, einen neuen Stahl zu entwickeln und von den führenden Klassifikationsgesellschaften begutachten zu lassen.

Qualifikation in Linz
Bereits zwischen 11. und 14. 8. 1953 fand in Linz die Qualifikation statt. Es nahmen folgende Gesellschaften teil: Lloyds Register of Shipping, New York; Bureau Veritas, Paris; Det Norske Veritas, Oslo; Germanischer Lloyd, Berlin; Register Italiano Navale, Rom. Das Resultat der Prüfungen besagte, dass der LD-Stahl uneingeschränkt für alle Arten von Schiffsblechen zugelassen ist.
Damit war qualitativ der Weg für die Erzeugung von Schiffsblechen aus LD-Stahl frei.

Gründung eigener Reederei
Nach Gründung einer eigenen Tochtergesellschaft, der ISTER-Reederei, erfolgte im Januar 1958 bei der Flensburger Schiffsbaugesellschaft die Kiellegung des ersten Schiffes.
Das VÖEST - Schiff "Kremsertor"